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Antje: Besuch bei Eliane und Carlos in Brasilien im Sommer 2015

Seit 2013 habe ich noch ein zweites Patenkind in Brasilien. Eliane ist noch sehr klein, sie war damals erst 1 Jahr alt. Zu dieser Zeit war mein ältester Sohn für ein Jahr in Brasilien. So fand ich es wichtig, gerade dort zu unterstützen. Auch meine Mutter entschied sich für ein Patenkind in diesem Land. Carlos, 10 Jahre.

Als ich mit meinen Söhnen letztes Jahr in Brasilien im Urlaub war, nutzten wir die Gelegenheit, beide Patenkinder zu besuchen. Glücklicherweise wohnen sie nahe beieinander.

Das Projektgebiet liegt in Maranão, einem der ärmsten Bundesstaaten Brasiliens.

Geführt durch zwei Mitarbeiterinnen vom Planbüro in São Luis, der Hauptstadt von Maranão, fuhren wir zu beiden Kindern nach Hause und konnten so einen kurzen Einblick in ihr Lebensumfeld und ihre Familie bekommen. Natürlich war diese Zeit zu kurz zum Kennenlernen, trotzdem war der Besuch sehr wichtig für uns. Wir haben nach einiger Zeit mit der großen Familie vor Elianes Haus noch ihre zukünftige Schule angeschaut. Dabei trafen wir eine andere Planmitarbeiterin, die gerade ein Sportprojekt mit dem schönen Namen „cambalhota“, was Purzelbaum bedeutet, im Ort durchführte.

Am Nachmittag blieb noch Zeit eine ganze Klasse Jungen beim Fußballprojekt zu besuchen. Wir kamen zum Nachmittagsunterricht in die Schule. Wir stellten uns vor, dann fragte der Trainer, wer von den Jungen schon einmal einen Brief von einem „ amigo“ = Paten bekommen hat. Darauf meldeten sich mehr als die Hälfte der ca. 20 Jungen. Für mich einer der beeindruckenden Momente des Besuches. Camila, die sehr nette Mitarbeiterin von Plan berichtete auch noch einmal wie wichtig die Briefe für die Kinder sind. Danach ging es für die Jungs zum Training auf glühenden Rasen….

Insgesamt kann ich nach dieser Reise sagen, dass der Besuch mir viel mehr Verständnis für die Arbeit von Plan gebracht hat.

Bei der Vorbereitung auf den Besuch wurde uns gesagt, dass wir nicht schockiert von der Armut im Projektgebiet sein sollen – das waren wir äußerlich nicht so sehr, nachdem wir vorher an Favelas in Rio vorbeigefahren waren. Das tückische ist, dass man das Problem der Gewalt, sowohl zu Hause als auf der Straße, die Drogenprobleme und das Problem mit den sehr frühen Schwangerschaften erst auf den zweiten Blick erfährt und vor allem auf Fotos nicht sehen kann. Auch die Mutter von meinem Patenkind war erst 16 Jahre zur Geburt ihres Kindes.

Ein anderes, für uns unvorstellbares Leben mit täglichem Überlebenskampf, obwohl man unter Palmen sitzt und der Atlantik fast in Hörweite ist.

Februar 2016