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Ein Vormittag mit Aminata in der Grundschule Markkleeberg

Kurz vor den Herbstferien trafen wir, Silke und Karola aus der Plan-AG Leipzig, uns mit Frau Apelt, der Klassenleiterin der 3 b der Grundschule Markkleeberg Mitte. In einem gemeinsamen Gespräch ging es um die Vorbereitung unseres Besuches in der Klasse in der Vorweihnachtszeit.

Am Donnerstag, dem 30.11.2017, war es dann endlich soweit. Während die Schüler ihre Hofpause genossen, betraten Maria A., Silke und ich voll gepackt mit Materialien den Klassenraum. Im Sachunterricht beschäftigen sich die Kinder mit anderen Kulturen und dem Leben in anderen Teilen der Welt. Deshalb wollten wir heute etwas über Aminata aus Burkina Faso, ihre Familie und dem Leben in Afrika erzählen. Außerdem sollten die Schüler noch ein Rundhaus bauen.
Nachdem alle 23 Schüler Platz genommen hatten, stellte Silke uns und unsere Arbeit in der Aktionsgruppe kurz vor. Und dann ging es los.

Wie lebt man auf dem Dorf in Afrika?
Fotocredit: © Plan AG Leipzig

Ich erklärte den Schülern an Hand der Weltkarte, wo Burkina
Faso liegt und verglich das Land mit Deutschland (Größe,
Einwohnerzahl, Klima). Dann stellte ich ihnen Aminata und ihre
Familie vor.
Der nächste Part war Marias Aufgabe. Die Schüler nahmen auf
dem Boden Platz und es begann ein reges Gespräch über das
Leben in Afrika. Dabei stellten die Schüler fest, dass es auch in
Deutschland einen Unterschied zwischen dem Leben in Stadt und
Land gibt. Dazu hatten wir auch einige Fotos mitgebracht.
Das nächste Thema war der Hausbau im Dorf.

Der Elefantentanz.
Fotocredit: © Plan AG Leipzig

Maria erklärte, wie der gemeinschaftlich erfolgt und welches Material dafür benutzt wird. Hier kam auch wieder unser umfangreiches Bildmaterial zum Einsatz.
Dann wurde demonstriert, wie der Boden festgestampft wird. Alle mussten sich von ihren Plätzen erheben und „mitarbeiten“. Beim Elefantentanz „Sembo bente le la“, der dabei eingeübt wurde, sangen und stampften alle mit großer Begeisterung mit.

Fotocredit:
© Plan AG Leipzig

Nach der Pause kamen wir zum praktischen Teil, dem Bau einer Rundhütte. Wir hatten das Material schon für die Schüler vorbereitet und ausgeteilt. Es wurde geschnitten, gelocht, geklebt und zusammengesteckt. Am Ende hatte jedes Kind eine Rundhütte, die dann zu Hause noch individuell gestaltet werden konnte.

Jannis mit seinem Rundhaus
Fotocredit: © Plan AG Leipzig

Die Zeit war ganz schnell vergangen. So konnten wir die Themen „Wie kocht man in Afrika? Wie sind die Häuser ausgestattet?“ nur noch kurz streifen.
Am Abschluss unseres Besuches konnten wir den Schülern noch eine freudige Nachricht überbringen. Im Oktober hatte sich die Klasse bei Plan International Deutschland e. V. um eine Patenschaft für ein Patenkind beworben. Und sie haben gewonnen! In den nächsten Tagen sollen sie die Unterlagen ihres Patenkindes erhalten.

In der Woche vor Weihnachten war es dann endlich soweit. Die Klasse erhielt die Unterlagen für ihr Patenkind. Es ist ein Jungen aus Guatemala.

Text: Karola

Fotos: AG Leipzig